Karies / Loch im Zahn
Moderne Kariesbehandlung in Ludwigsburg – auch ohne Bohren
Karies zählt zu den häufigsten Erkrankungen der Zähne. Sie entwickelt sich, wenn bestimmte Bakterien im Mund Säuren bilden, die den Zahnschmelz angreifen und im weiteren Verlauf schmerzhafte Defekte verursachen können. Eine gründliche Zahnpflege, eine zuckerbewusste Ernährung sowie regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt spielen eine zentrale Rolle bei der wirksamen Vorbeugung.
Besonders wichtig ist zudem die frühzeitige Diagnose, da sich die Behandlungsmöglichkeiten nach dem Stadium der Karies richten. In frühen Phasen kann die Therapie sogar ohne Bohren erfolgen. Bei Zahnärzte Solitude in Ludwigsburg arbeiten wir nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, um Ihnen moderne, schonende und effektive Kariestherapien anbieten zu können.
Dr. Gesine Schmetzer-Elsäßer
Letzte Aktualisierung: 17.12.2025
Inhaltsverzeichnis:
- Was genau ist Karies?
- Ursachen und Wege der Kariesentstehung
- Verlauf und spürbare Anzeichen
- Besondere Kariesformen: Backenzähne, Zahnzwischenräume und unter Zahnersatz
- Professionelle Kariesdiagnostik
- Vielfältige Behandlungsoptionen
- Effektive Kariesprävention
- Karies selbst erkennen – Eine Herausforderung
- Qualität macht den Unterschied in der Kariestherapie
- Kostenüberblick zur Kariesbehandlung
- Unsere Besonderheiten bei Zahnärzte Solitude in Ludwigsburg
Was genau ist Karies?
Karies – im Alltag oft als Zahnfäule bezeichnet – gehört zu den verbreitetsten Erkrankungen der Zahngesundheit. Dahinter steckt ein schleichender Prozess: Bakterien im Zahnbelag (Plaque) wandeln Zucker aus der Nahrung in Säuren um. Diese Säuren führen zu einer Demineralisation des Zahnschmelzes und schwächen die schützende Oberfläche. Wird der Prozess nicht gestoppt, überwiegt der Mineralverlust dauerhaft – es kommt zum Abbau der Zahnsubstanz und schließlich zum typischen „Loch im Zahn“. Im weiteren Verlauf kann Karies in tiefere Schichten vordringen. Nach dem Zahnschmelz wird häufig das weichere Dentin (Zahnbein) betroffen, in dem sich Bakterien deutlich schneller ausbreiten können. Gelangt die Karies bis in das Zahnmark (Pulpa), wo Nerven und Blutgefäße liegen, treten oft starke Schmerzen auf. Unbehandelt drohen Entzündungen, Abszesse und im ungünstigsten Fall der Verlust des Zahnes. Genau deshalb gilt: Je früher Karies erkannt wird, desto höher ist die Chance auf eine schonende Behandlung und einen langfristigen Zahnerhalt.
Ursachen und Wege der Kariesentstehung
Die Kariesentstehung ist multifaktoriell. In den meisten Fällen wirken mehrere Auslöser zusammen – von der Bakterienflora über Ernährungsgewohnheiten bis hin zu individuellen Risikofaktoren. Zu den wichtigsten Einflussgrößen zählen:
- Kariesverursachende Bakterien: Bestimmte Bakterienstämme wie Streptococcus mutans und Lactobacillus gelten als Hauptakteure bei der Kariesentwicklung. Sie sitzen im Zahnbelag (Plaque), nutzen Zucker als Energiequelle und produzieren dabei Säuren. Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an, lösen Mineralien heraus und können so Läsionen bis hin zum Loch im Zahn verursachen.
- Unzureichende Mundhygiene: Wird Plaque nicht regelmäßig und gründlich entfernt, kann sich der Biofilm auf den Zahnoberflächen stabilisieren. Er besteht aus Bakterien, Speichelbestandteilen und Nahrungsresten – eine ideale Umgebung für wiederkehrende Säureangriffe.
- Zuckerhaltige Ernährung: Zucker ist die zentrale „Triebfeder“ für die Säurebildung. Er steckt nicht nur in Süßigkeiten, Softdrinks und Fruchtsäften, sondern häufig auch versteckt in industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Entscheidend ist weniger die Gesamtmenge als die Häufigkeit: Je öfter Zucker an die Zähne kommt, desto häufiger entstehen saure Phasen am Zahnschmelz.
- Generelle Säureexposition: Speichel kann Säuren normalerweise neutralisieren und den Zahnschmelz durch Remineralisation unterstützen (Kalzium, Phosphat, Fluorid). Bei häufigen oder intensiven Säureattacken – etwa auch durch saure Lebensmittel wie Zitrusfrüchte – gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, sodass die Demineralisation überwiegt.
- Fluoridmangel: Fluorid unterstützt die Härtung und Remineralisation des Zahnschmelzes und erhöht seine Widerstandskraft gegenüber Säuren. Fehlt Fluorid in der täglichen Pflege, kann das Kariesrisiko steigen.
- Reduzierter Speichelfluss (Xerostomie): Speichel ist ein natürlicher Schutzfaktor: Er spült, puffert Säuren und liefert Mineralien. Medikamente (z. B. Antidepressiva, Antihistaminika), Stress, zu geringe Flüssigkeitszufuhr oder bestimmte systemische Erkrankungen können den Speichelfluss verringern – und damit die Kariesanfälligkeit erhöhen.
- Schwaches Immunsystem: Ist das Immunsystem beeinträchtigt, kann sich die generelle Infektanfälligkeit erhöhen – auch im Mundraum. Das kann indirekt die Entstehung bakterieller Erkrankungen begünstigen.
- Genetische Prädisposition: Selbst bei guter Mundhygiene können individuelle Faktoren wie Zahnschmelzstruktur oder Speichelzusammensetzung (teils genetisch beeinflusst) eine Rolle spielen und das Risiko mitbestimmen.
Verlauf und spürbare Anzeichen von Karies
Wie Karies wahrgenommen wird, hängt stark vom Stadium ab. Häufig bleibt sie zu Beginn unbemerkt – gerade weil frühe Veränderungen am Zahnschmelz oft keine Schmerzen verursachen. Typischerweise lässt sich der Verlauf in folgende Stadien einteilen:
- Initialkaries (Frühes Stadium):
- Visuelle Merkmale: Häufig zeigen sich sogenannte „White Spots“ – milchig-weiße, matte Bereiche am Zahnschmelz als Zeichen beginnender Demineralisation. Durch Farbstoffeinlagerungen können daraus später „Brown Spots“ werden.
- Zahnoberfläche: Mitunter wirkt die Stelle leicht rau, wenn man sie mit der Zunge „abtastet“.
- Schmerzen: In aller Regel treten in diesem Stadium keine Schmerzen auf.
- Schmelzkaries (Fortschreiten in den Zahnschmelz):
- Visuelle Merkmale: Die Läsion dringt tiefer in den Zahnschmelz ein, wodurch dieser instabiler wird. Dunklere Verfärbungen (braun bis dunkel) können sich deutlicher zeigen.
- Empfindlichkeit: Schmerzen sind oft weiterhin selten, aber Reizempfindlichkeiten – etwa auf Süßes, Kaltes oder Heißes – können bereits auftreten.
- Dentinkaries (Erreichen des Zahnbeins):
- Visuelle Merkmale: Der Zahnschmelz ist durchbrochen, die Karies hat das darunterliegende Dentin erreicht. Da Dentin weicher und poröser ist, breiten sich Bakterien schneller aus und können den Zahn „von innen“ aushöhlen. Häufig werden jetzt deutlichere dunkle Defekte bzw. „schwarze Löcher“ sichtbar.
- Schmerzen: Erste Zahnschmerzen sind möglich – oft beim Kauen oder als kurz einschießender Schmerz.
- Begleiterscheinungen: Auch Mundgeruch kann ein Hinweis sein.
- Karies des Zahnmarks (Pulpa-Beteiligung):
- Ausbreitung: Die Karies erreicht die Pulpa, in der Nervenfasern und Blutgefäße verlaufen.
- Starke Schmerzen: Kommt es zur Reizung oder Entzündung (Pulpitis), treten häufig heftige, pochende Schmerzen auf.
- Entzündungsreaktionen: Schwellungen („dicke Backe“) und Eiteransammlungen (Zahnabszess) können entstehen.
- Folgeentzündungen: Die Entzündung kann sich bis zur Wurzelspitze und in den umgebenden Kieferknochen ausdehnen – ein ernstzunehmender Befund.
Besondere Kariesformen: Backenzähne, Zahnzwischenräume und unter Zahnersatz
Um Karies ganzheitlich zu verstehen, lohnt der Blick auf typische „Problemzonen“ und Sonderformen:
- Fissurenkaries an Backenzähnen: Die Kauflächen der Backenzähne besitzen häufig tiefe Furchen und Grübchen (Fissuren). Diese Bereiche sind schwer zu reinigen, wodurch sich Plaque leichter festsetzt. Das Risiko für Fissurenkaries ist daher erhöht.
- Interdentale Karies (in den Zahnzwischenräumen): Zwischenraumkaries bleibt oft lange unentdeckt, weil sie von außen kaum sichtbar ist. Wenn Zahnseide oder Interdentalbürsten nicht regelmäßig genutzt werden, lagern sich dort Nahrungsreste und Plaque an – das Kariesrisiko steigt deutlich. Zur sicheren Diagnose sind häufig Röntgenaufnahmen erforderlich.
- Sekundärkaries (unter einer Zahnkrone oder Füllung): Auch unter bereits vorhandenem Zahnersatz (z. B. Kronen, Brücken, größere Füllungen) kann erneut Karies entstehen. Das passiert vor allem dann, wenn kleinste Spalten oder undichte Übergänge bestehen, an denen Bakterien eindringen. Ursachen können ein nicht optimaler Randabschluss, Materialalterung, Vorschädigungen oder eine erschwerte Reinigung im Bereich des Zahnersatzes sein.
Professionelle Kariesdiagnostik
Eine sichere Kariesdiagnostik ist die Grundlage jeder zielgerichteten Behandlung – sowohl in der Vorsorge als auch bei konkreten Beschwerden. Ziel ist es, Art, Lage, Ausmaß und Stadium der Karies präzise zu bestimmen, um daraus die passende Therapie abzuleiten. Bei Zahnärzte Solitude in Ludwigsburg kombinieren wir dafür bewährte klinische Untersuchungen mit modernen Diagnosetechniken:
- Anamnese (Patientengespräch): Zu Beginn erfassen wir Ihre Beschwerden, Schmerzcharakter, zeitliche Verläufe sowie mögliche Risikofaktoren (z. B. Ernährungsgewohnheiten, Mundtrockenheit, Vorerkrankungen, Medikamente).
- Visuelle und Taktile Untersuchung: Nach Reinigung der Zähne erfolgt eine sorgfältige Inspektion unter guter Ausleuchtung mit Spiegel und Sonde. Wir achten auf helle Entkalkungszonen („White Spots“), Verfärbungen, Strukturveränderungen, Rauigkeiten sowie sichtbare Kavitäten. Durch sanftes Anblasen lassen sich frühe Veränderungen am Zahnschmelz häufig besser erkennen. Eine Lupenbrille oder ein Dentalmikroskop kann die Beurteilung zusätzlich präzisieren.
- Röntgenbilder: Bei Verdacht auf tiefer liegende Karies, Zwischenraumkaries oder Sekundärkaries unter Zahnersatz sind Röntgenaufnahmen oft unverzichtbar. Kariöse Läsionen zeigen sich dort typischerweise als dunklere Bereiche, die auf Substanzverlust hinweisen. Gleichzeitig lässt sich besser einschätzen, ob Dentin, Pulpa oder die Wurzelregion betroffen sind. In besonderen Fällen kann eine Digitale Volumentomographie (DVT) als 3D-Diagnostik zusätzliche Informationen liefern.
- Ergänzende Diagnostikmethoden: Je nach Fragestellung können weitere Verfahren sinnvoll sein:
- Karies-Laserdiagnostik (z. B. DIAGNOdent): Das Verfahren nutzt Fluoreszenzunterschiede zwischen gesunder und kariös veränderter Zahnsubstanz. Gerade bei Fissuren- oder beginnender Karies kann es die Früherkennung unterstützen.
- Faseroptische Transillumination (FOTI): Hier werden Zahnareale mit Licht durchleuchtet; kariöse Stellen erscheinen als dunklere Schatten.
- Nahinfrarot-Technologie (NIRI): Moderne Scanner nutzen Nahinfrarotlicht, um Karies strahlungsfrei bereits in frühen Stadien über Veränderungen der Lichtdurchlässigkeit darzustellen.
- Elektrische Widerstandsmessung: Dieses Verfahren misst Veränderungen des elektrischen Widerstands im Zahnschmelz, der bei Demineralisation sinken kann.
Vielfältige Behandlungsoptionen bei Karies
Die Kariesbehandlung richtet sich immer nach Stadium, Ausdehnung und Lage der Läsion sowie nach individuellen Faktoren. Das Spektrum reicht von präventiven Maßnahmen bis hin zu umfassender Zahnerhaltung oder Zahnersatz. Grundprinzip unserer Zahnarztpraxis in Ludwigsburg: So schonend wie möglich, so invasiv wie nötig – idealerweise ohne Bohren, wenn der Befund es zulässt.
- Initialkaries (Frühes Stadium):
- Liegt „nur“ eine Demineralisation ohne Substanzdefekt vor, kann oft eine Remineralisation durch Fluorid ausreichen. Zum Einsatz kommen beispielsweise hochkonzentrierte Fluoridlacke, -gele oder spezielle fluoridhaltige Zahnpasten, die Mineralverluste ausgleichen und den Zahnschmelz stabilisieren.
- Ergänzend empfehlen wir häufig eine Anpassung der Ernährung (Zucker reduzieren) sowie eine optimierte Mundhygiene.
- Schmelzkaries (Fortschreiten in den Zahnschmelz):
- Eine konsequente Fluoridierung bleibt auch hier wichtig.
- Solange noch kein echtes Loch entstanden ist, kann die Kariesinfiltration eine Option komplett ohne Bohren sein. Nach chemischer Vorbehandlung wird ein flüssiger Kunststoff (Infiltrat) in die porösen Bereiche eingebracht und mit Licht ausgehärtet. Besonders bei beginnender Fissuren- und Zwischenraumkaries kann das sehr effektiv sein.
- Auch eine Laserbehandlung kann – je nach Praxisstandard und Indikation – genutzt werden, um kariöse Areale präzise, sanft und meist geräuscharm zu entfernen.
- Bei kleinen, begrenzten Defekten erfolgt eine minimalinvasive Entfernung der erkrankten Zahnsubstanz und anschließend eine kleine, zahnfarbene Füllung.
- In bestimmten Situationen kann eine Fissurenversiegelung die Kauflächen zusätzlich schützen und das Fortschreiten verhindern.
- Fortgeschrittene Stadien (Dentinkaries & Karies im Zahnmark):
- Sobald eine deutlich erkennbare Kavität vorhanden ist, ist Bohren in der Regel unvermeidbar. Dabei wird die erkrankte Zahnsubstanz vollständig entfernt; anschließend wird der Defekt mit einer passenden Versorgung (z. B. hochwertige Kompositfüllung) verschlossen.
- Als Alternativen zu Standardfüllungen kommen – je nach Größe und Belastung – Keramikinlays, Onlays, Teilkronen, Kronen oder auch Goldfüllungen infrage. Die Materialwahl hängt von Defektumfang, funktionellen Anforderungen und ästhetischen Wünschen ab.
- Erreicht die Karies die Pulpa, kann eine Wurzelkanalbehandlung nötig sein, um den Zahn zu erhalten. Bei entzündeter oder infizierter Wurzel ist diese Behandlung zur Sanierung meist unumgänglich.
- In seltenen, sehr weit fortgeschrittenen Fällen, in denen der Zahn nicht mehr erhaltungsfähig ist (z. B. irreparabler Bruch, mehrfach erfolglose Wurzelbehandlung), kann eine Extraktion erforderlich werden. Auch ausgeprägte Entzündungen, die umliegende Strukturen gefährden, können eine Entfernung notwendig machen.
- Karies unter Zahnersatz (Sekundärkaries):
- Bei Sekundärkaries unter Kronen oder Brücken muss der vorhandene Zahnersatz häufig zunächst schonend entfernt werden. Danach erfolgt die Kariesbehandlung abhängig vom Befund. Im Anschluss wird ein neuer Zahnersatz geplant, gefertigt und eingesetzt (z. B. eine neue Krone).
Effektive Kariesprävention: Vorbeugen ist besser als Bohren
Eine konsequente Kariesprävention ist die beste Strategie, um Defekte und aufwendige Behandlungen zu vermeiden. Ziel ist es, Plaque und kariesfördernde Bakterien zu reduzieren, den Zahnschmelz zu stärken und Risikofaktoren im Alltag zu minimieren. In unserer Praxis empfehlen wir insbesondere folgende Säulen:
- Gründliche häusliche Zahnpflege: Mindestens zweimal täglich gründlich putzen – idealerweise mit fluoridhaltiger Zahnpasta (meist 1.000–1.500 ppm Fluorid). Elektrische Zahnbürsten können die Reinigungsleistung verbessern. Zusätzlich ist die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten entscheidend. Auch eine Zungenreinigung kann helfen, die Bakterienlast im Mund zu senken.
- Bewusste Ernährung: Zucker- und säurearme Ernährung hat großen Einfluss. Besonders häufige zuckerhaltige Getränke, Softdrinks, gesüßte Tees sowie klebrige Süßigkeiten zwischen den Mahlzeiten fördern wiederholte Säureangriffe.
- Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen: Mindestens zwei Kontrolltermine pro Jahr ermöglichen es, Karies frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu handeln.
- Professionelle Zahnreinigung (PZR): Die PZR entfernt harte und weiche Beläge auch an Stellen, die zu Hause schwer zugänglich sind. In der Regel wird sie mindestens zweimal jährlich empfohlen, bei erhöhtem Risiko oder besonderen Faktoren auch häufiger.
- Anregung des Speichelflusses: Ausreichend Wasser trinken und zuckerfreie Kaugummis können den Speichelfluss fördern. Mundtrockenheit (Xerostomie) – etwa durch Medikamente – sollte frühzeitig angesprochen und gezielt begleitet werden.
Karies-Prävention bei erhöhtem Risiko
Besteht der Verdacht auf eine erhöhte Kariesanfälligkeit, ist eine individuelle Risikoanalyse sinnvoll. In unserer Zahnarztpraxis in Ludwigsburg kann eine Kariesrisikobestimmung unter anderem Speicheltests, die Auswertung Ihrer Karieshistorie, die Berücksichtigung von Begleiterkrankungen sowie eine Ernährungsberatung umfassen. Wird ein erhöhtes Risiko festgestellt, können zusätzliche Maßnahmen helfen:
- Zusätzliche Fluoridierung: Möglich sind fluoridiertes Speisesalz, hochkonzentrierte Zahnpasten oder Mundspüllösungen, regelmäßige Fluoridlack-Anwendungen beim Zahnarzt (z. B. 2–4x pro Jahr) oder bei Kindern – je nach Empfehlung – Fluoridtabletten bzw. Fluoridgele.
- Fissurenversiegelung: Eine Kunststoffversiegelung der Kauflächen kann die tiefen Fissuren abdichten und so das Eindringen von Bakterien erschweren. Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist das oft sehr wirksam, da frisch durchgebrochene Zähne häufig kariesanfälliger sind.
- Häufigere zahnärztliche Kontrollen: Engmaschige Kontrollintervalle erhöhen die Chance, Karies in einem sehr frühen Stadium zu erkennen und minimalinvasiv zu behandeln.
Karies selbst erkennen – Eine Herausforderung für Laien
Der Wunsch, Karies zu Hause selbst zu erkennen, ist nachvollziehbar – in der Praxis aber schwierig. Frühstadien sind oft unsichtbar oder zeigen sich nur sehr subtil. Zudem können Defekte in Zahnzwischenräumen, in Fissuren oder unter Zahnersatz liegen und bleiben dann ohne Hilfsmittel verborgen. Selbst fortgeschrittenere Läsionen sind nicht immer leicht zuzuordnen. Eine zuverlässige Diagnose erfordert Erfahrung und geeignete Diagnostik. Deshalb sind regelmäßige Kontrolltermine (mindestens zweimal pro Jahr) ein zentraler Bestandteil der Kariesprävention und der frühzeitigen Kariesdiagnostik.
Qualität macht den Unterschied in der Kariestherapie
Auch bei der Kariesbehandlung gibt es deutliche Qualitätsunterschiede – sowohl in der Diagnostik als auch in der Ausführung und Nachhaltigkeit der Versorgung. Wer langfristig stabile Ergebnisse möchte, sollte auf folgende Merkmale achten:
- Erfahrung und Fortbildung: Kontinuierliche Weiterbildung sorgt dafür, dass moderne Verfahren, Materialien und wissenschaftliche Erkenntnisse in die Behandlung einfließen.
- Gründliche Kontrolluntersuchungen: Sorgfältige Diagnostik braucht Zeit. Der Einsatz von Lupenbrille oder Dentalmikroskop kann helfen, auch kleine Läsionen früh zu erkennen.
- Qualifizierte Professionelle Zahnreinigung (PZR): Eine hochwertige PZR ist gründlich, strukturiert und wird durch individuelle Hinweise zur häuslichen Pflege ergänzt – idealerweise eng abgestimmt mit dem Zahnarzt.
- Moderne Diagnosemöglichkeiten: Verfahren wie DIAGNOdent, FOTI oder NIRI können die Diagnosesicherheit erhöhen, insbesondere bei schwer erkennbaren Befunden.
- Hochwertige Füllmaterialien und Prothetik: Biokompatible, langlebige Materialien (z. B. mehrschichtige Kompositfüllungen, Keramikinlays, hochwertige Kronen) sind funktionell und ästhetisch oft überlegen.
- Spezialisierung auf Zahnerhalt: Hohe Erfolgsquoten bei Wurzelkanalbehandlungen (z. B. >90% als Qualitätsindikator) sprechen für Expertise in zahnerhaltenden Verfahren.
- Individuelle Risikobestimmung: Bei Bedarf sollte eine strukturierte Kariesrisikoanalyse erfolgen – inklusive konkreter, alltagstauglicher Empfehlungen.
Kosten einer Kariesbehandlung
Die Kosten einer Kariesbehandlung hängen von mehreren Faktoren ab: Anzahl und Lage der betroffenen Zähne, Schweregrad der Schädigung sowie das gewählte Material (Füllung oder Zahnersatz). Für gesetzlich Versicherte gelten – je nach aktueller Regelung – in der Praxis häufig folgende Grundlinien (Stand/Einordnung entsprechend den im Ausgangstext genannten Angaben):
- Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV): Seit 2025 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für einfache Füllungen aus Glasionomerzement oder selbstadhäsiven Kunststoffen im Seitenzahnbereich in voller Höhe. Für zahnfarbene Kompositfüllungen im Frontzahnbereich erfolgt ebenfalls eine vollständige Kostenübernahme.
- Zuzahlungen: Für höherwertige, ästhetisch anspruchsvollere oder besonders langlebige Versorgungen (z. B. zahnfarbene Kompositfüllungen im Seitenzahnbereich, Keramik- oder Goldinlays, Onlays, Kronen) können Zuzahlungen anfallen. Die Differenz zum Regelsatz wird dann privat getragen.
- Professionelle Zahnreinigung (PZR): Die PZR ist meist eine Selbstzahlerleistung, wird aber von vielen Krankenkassen über Bonusprogramme bezuschusst. (Ausnahme: bestimmte Kinder- und Jugendprophylaxe-Leistungen, oft 2x jährlich).
- Wurzelkanalbehandlung: Eine Kostenübernahme durch die GKV setzt in der Regel voraus, dass der Zahn als erhaltungswürdig eingestuft wird. Je nach Technik und Voraussetzungen kann eine Zuzahlung für moderne Verfahren notwendig sein.
Für Privatpatienten richtet sich die Erstattung nach dem jeweiligen PKV-Tarif. In vielen Fällen werden Maßnahmen zum Zahnerhalt umfangreich oder vollständig übernommen.
Besonderheiten bei Zahnärzte Solitude in Ludwigsburg
Bei Zahnärzte Solitude in Ludwigsburg sind wir Ihr Ansprechpartner rund um Zahnerhalt und moderne Kariesbehandlung – inklusive schonender Verfahren und präziser Diagnostik. Wir bieten Ihnen eine umfassende Versorgung auf hohem Niveau:
- Langjährige Erfahrung & aktuelle Expertise: Unser Team verbindet praktische Erfahrung mit kontinuierlicher Fortbildung, um moderne Behandlungskonzepte zuverlässig umzusetzen.
- Hohe Erfolgsquoten: Wir legen Wert auf nachhaltige Ergebnisse in Zahnerhaltung und Wiederherstellung.
- Regelmäßige & gründliche Kontrolluntersuchungen: Präzise Diagnostik, rechtzeitiges Erkennen – bevor aus kleinen Befunden große Probleme werden.
- Professionelle Zahnreinigung auf höchstem Niveau: Für wirksame Prophylaxe und langfristige Zahngesundheit.
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