Vollnarkose für Kinder

Zahnärzte Solitude – Spezialisierte Praxis für Vollnarkosen bei Kindern in Ludwigsburg.

Schmerzen reduzieren und die Angst vor einer Behandlung ganz sanft „verschlafen“: Gerade bei sehr ängstlichen Kindern oder wenn eine Behandlung anders kaum möglich ist, kann es sinnvoll sein, bestimmte zahnmedizinische Eingriffe unter Vollnarkose durchzuführen. Wenn Eltern das Wort „Vollnarkose“ hören, entstehen häufig erst einmal Sorgen – verständlich. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein etabliertes, in der Kinderzahnmedizin häufig eingesetztes Verfahren, das es ermöglicht, auch umfangreichere Behandlungen sicher, kontrolliert und stressarm vorzunehmen. So kann der Zahnarzt konzentriert arbeiten, während Ihr Kind medizinisch überwacht in einem tiefen Schlaf ist.

Bei Zahnärzte Solitude in Ludwigsburg liegt ein Schwerpunkt auf der Behandlung junger Patientinnen und Patienten unter Vollnarkose – mit klaren Abläufen, kindgerechter Begleitung und einem hohen Anspruch an Sicherheit und Komfort.

Autor: Dr. Gesine Schmetzer-Elsäßer
Letzte Aktualisierung: 17.12.2025

 

Was ist eine Vollnarkose?

Eine Vollnarkose bei kinderzahnärztlichen Eingriffen ist ein medizinisches Verfahren, bei dem mithilfe von Narkosemitteln Bewusstsein und Schmerzempfinden vollständig ausgeschaltet werden. Ihr Kind schläft tief und bekommt von der Behandlung nichts mit. Während der gesamten Zeit wird es von einem erfahrenen Anästhesisten (Narkosearzt) kontinuierlich überwacht – inklusive Atmung und Kreislauf. Dadurch wird die Sicherheit und das Wohlbefinden Ihres Kindes während des Eingriffs zuverlässig gewährleistet.

 

Welches Ziel hat eine Vollnarkose bei Kindern?

Ziel der Vollnarkose ist es, eine angstfreie, schmerzfreie und ruhige Behandlungssituation zu schaffen – für Ihr Kind, für Sie als Eltern und auch für das behandelnde Team. Insbesondere bei umfangreichen Maßnahmen kann das den entscheidenden Unterschied machen: Statt mehrerer, belastender Termine ist eine gebündelte, strukturierte Behandlung in einer Sitzung möglich.

 

Wann ist eine Vollnarkose beim Zahnarzt für Ihr Kind angebracht?

Die Vollnarkose gilt als sichere Option bei größeren oder schwierigen Behandlungen, wenn eine lokale Betäubung oder eine Behandlung im Wachzustand nicht ausreichend möglich ist. Besonders sinnvoll ist sie häufig bei:

  • sehr ängstlichen oder in der Behandlung stark eingeschränkten Kindern
  • Kindern mit Behinderungen
  • Entzündungen und Abszessen, die sich mit lokaler Betäubung nur schwer behandeln lassen
  • umfangreichen Sanierungen der Milchzähne bei Kleinkindern bis etwa drei Jahren

Auch bei schwerer Karies, wenn mehrere Zähne in einer Sitzung versorgt werden müssen, kann eine Vollnarkose helfen. Gleiches gilt für Wurzelkanalbehandlungen und – je nach Situation – auch für das Ziehen von Weisheitszähnen. Ein weiterer Punkt: Bei Kleinkindern mit deutlichen Kooperationsproblemen (z. B. nicht stillsitzen können) reicht eine lokale Betäubung oft nicht aus, um eine sichere und sorgfältige Behandlung durchzuführen.

 

Kinder mit Zahnarztphobie

Bei ausgeprägter Zahnarztphobie kann eine Vollnarkose besonders entlastend sein. Sie ermöglicht eine Behandlung, ohne dass Ihr Kind Schmerzen, Druck oder angstauslösende Situationen bewusst erlebt. Dadurch kann der Einstieg in die zahnärztliche Versorgung gelingen – und Ängste können sich langfristig sogar abbauen, weil die nächste Begegnung mit dem Zahnarzt nicht automatisch mit einer negativen Erfahrung verknüpft ist. Selbst umfangreiche Eingriffe lassen sich unter Vollnarkose in der Regel gut bewältigen.

 

Die Vorteile für Ihr Kind

Viele Eltern verbinden eine Vollnarkose zunächst mit Risiken. Dabei zeigt die langjährige Anwendung in der Zahnmedizin, dass die Vorteile – bei klarer Indikation und professioneller Durchführung – deutlich überwiegen, und Zweifel in der Regel unbegründet sind. Besonders relevant sind vor allem diese vier Punkte:

  1. Schmerzfreie Behandlung
    Eine Vollnarkose wird bei Kindern z. B. für größere Eingriffe wie Wurzelkanalbehandlungen oder operative Maßnahmen eingesetzt. Während der gesamten Behandlung empfindet Ihr Kind keine Schmerzen – unabhängig vom Umfang.
  2. Sicherheit
    Bei größeren Eingriffen ist die Vollnarkose oft die sicherste Variante, weil das Behandlungsteam ohne unvorhersehbare Bewegungen arbeiten kann. Das reduziert das Risiko von Komplikationen und erhöht die Behandlungsqualität.
  3. Effiziente Durchführung
    Unter Narkose kann häufig in einem klaren Zeitfenster gearbeitet werden. Das sorgt für einen präzisen, ruhigen Ablauf, weil Reaktionen oder Abwehrbewegungen nicht auftreten.
  4. Trauma-Vermeidung
    Nach belastenden Zahnarztterminen entwickeln Kinder nicht selten langfristige Angst. Ein großer Vorteil der Vollnarkose ist, dass Ihr Kind weder Schmerzen erlebt noch sich später an unangenehme Einzelheiten erinnert – das kann psychisch stark entlasten.

 

Ablauf der Behandlung in Vollnarkose bei uns im Haus

Für eine Behandlung Ihres Kindes unter Vollnarkose sind in unserer spezialisierten Zahnarztpraxis für Kinderzahnheilkunde üblicherweise zwei Termine vorgesehen.

Der erste Termin dient dem Kennenlernen und der Vorbereitung:

a. Kennenlernen der Praxis, des Teams und der Ärzte

Wir führen ein fundiertes Gespräch mit Ihnen als Eltern über Wünsche, Bedürfnisse und Besonderheiten Ihres Kindes.

b. Aufklärung über die Therapie und ggf. auch über die Kosten

Sie erhalten eine verständliche Erklärung der geplanten Zahnbehandlung. Wir beantworten Fragen und erläutern den Ablauf transparent.

c. Gespräch mit dem Narkosearzt

Alle relevanten Punkte zur Narkose werden im Detail besprochen – inklusive Risiken, Verhalten vorab und Nachsorge.

d. Bei Bedarf: erneute Besprechung des Befunds und des OP-Tages

Wenn Sie oder Ihr Kind mehr Sicherheit brauchen, kann ein weiteres Gespräch helfen, Zuversicht aufzubauen.

 

Der zweite Termin ist der eigentliche OP-Tag. Dieser läuft wie folgt ab:

  • 1. Einleitung der Vollnarkose
  • Nach einem kurzen Gespräch wird die Narkose eingeleitet. Häufig erhält Ihr Kind zunächst ein Beruhigungsmittel, anschließend das Anästhetikum, sodass es sanft einschläft.
  • 2. Verlassen des Behandlungsraums
  • Sobald Ihr Kind schläft, gehen Sie während der Behandlung in den Wartebereich. Je nach Eingriff ist die Behandlung häufig nach ca. 30–45 Minuten abgeschlossen. Kurz danach dürfen Sie zu Ihrem Kind in den Aufwachraum.
  • 3. Überwachung und Aufwachen
  • Im Aufwachraum – ausgestattet mit moderner Überwachungstechnik – werden Atmung und Kreislauf kontinuierlich kontrolliert. Bei Zahnärzte Solitude in Ludwigsburg begleiten wir Ihr Kind, bis es stabil, wach und möglichst beschwerdearm ist. Sobald Ihr Kind vollständig wach ist und keine auffälligen Beschwerden zeigt, können Sie gemeinsam die Praxis verlassen.

 

Was ist vor und nach einer Narkose zu beachten?

Vor der Narkose sind einige Vorbereitungen wichtig: Ihr Kind sollte sechs Stunden vor der Behandlung nichts mehr essen und drei Stunden vorher nichts mehr trinken. Zusätzlich ist es sinnvoll, am OP-Tag und in der Nacht davor auf Milch und Milchprodukte zu verzichten. Ihr Kind sollte außerdem nicht erkältet sein und kein Fieber haben. Informieren Sie den Narkosearzt über alle Krankheitssymptome.

Wichtig: Wenn Ihr Kind vor der Behandlung doch gegessen oder getrunken hat, sagen Sie das bitte unbedingt. In solchen Fällen ist es meist empfehlenswert, den Termin zu verschieben, um Risiken während der Narkose zu vermeiden.

Nach der Narkose gilt: Ihr Kind sollte nicht unbeaufsichtigt sein. Vermeiden Sie außerdem Rennen, Toben, Klettern und riskante Aktivitäten. In den ersten 24 Stunden nach der Vollnarkose sollte Ihr Kind auch nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen – z. B. nicht Fahrrad fahren und nicht allein die Straße überqueren.

 

Kosten

In vielen Fällen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für eine Vollnarkose bei Zahnbehandlungen, wenn eine medizinische Notwendigkeit festgestellt wird. Dazu zählen z. B. Situationen, in denen:

  • eine Behandlung unter lokaler Betäubung nicht ausreichend möglich ist,
  • geistige Behinderungen oder schwere Bewegungsstörungen vorliegen,
  • das Kind unter zwölf Jahre alt ist und nicht kooperieren kann.

Auch eine ausgeprägte Zahnarztphobie kann als Grund anerkannt werden – in der Regel ist dann ein entsprechendes Attest (z. B. durch Psychiater oder Therapeut) erforderlich.

Wenn die Krankenkasse nicht zahlt, kann eine passende Zahnzusatzversicherung hilfreich sein. Prüfen Sie die Bedingungen Ihrer Versicherung und klären Sie vorab, ob eine Kostenübernahme möglich ist. Je nach Kasse können u. a. Alter, Umfang des Eingriffs, chronische Erkrankungen, Unverträglichkeiten oder Allergien gegen lokale Betäubungsmittel eine Rolle spielen.

Bei privat Versicherten entscheidet der jeweilige PKV-Tarif über Umfang und Höhe der Erstattung.

 

Besonderheiten

Zahnärzte Solitude in Ludwigsburg sind auf die Kinderzahnheilkunde sowie die Behandlung unter Vollnarkose für Kinder spezialisiert. Wir bieten:

  • Hohe Expertise: Spezialisierung auf Vollnarkosen bei Kindern in der Region
  • Große Erfahrung mit Narkosebehandlungen (z. B. umfangreiche Fallzahlen in der Praxisdokumentation)
  • Behandlung von Kindern mit niedrigem Körpergewicht und jungem Alter (nach individueller medizinischer Prüfung).
  • Vollnarkosen für Kinder unter 3 Jahren bzw. unter 15 kg Körpergewicht im Rahmen eines stationären Aufenthalts in der hauseigenen Privatklinik Solitude.
  • Fokus auf Kinder unter 6 Jahren bei umfangreichen Sanierungen
  • Spezielle Räumlichkeiten für die Intubationsnarkose (ITN)
  • Geschultes Team für ITN und den Umgang mit ängstlichen Kindern
  • Fachzahnärzte mit Schwerpunkt Kinderzahnmedizin und Oralchirurgie (Fokus Angstpatienten)
  • Eigener Bereich / Konzept für Kinderzahnheilkunde
  • Optional: Behandlung von Kindern unter Lachgas (je nach Indikation)
  • Schnelle Behandlungsabläufe bei Komplettsanierungen (häufig < 1 Stunde, abhängig vom Befund)
  • Spezielle Prophylaxeprogramme für Kinder und Jugendliche
  • Erweiterte Garantiekonzepte auf ausgewählte Leistungen (Details nach Aufklärung)

 

 


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